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Wissenswertes

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Grundlagen LTE / 5G

LTE (Long Term Evolution) ist ein internationaler Mobilfunkstandard, der 2009 in Oslo mit der ersten öffentlichen Zelle eingeführt wurde. LTE ist die 4. Generation der internationalen Mobilfunkstandards. Während 2G (GSM) als Übertragungsstandard für Sprache konzipiert wurde, bekam im 3G (UMTS) Standard die Datenübertragung eine größere Bedeutung. Heutzutage ist es üblich, auch Sprache in IP-Datenströmen zu übermitteln, so dass 4G auf eine gesonderte Sprachübertragung verzichtet und Sprache über IP abbildet.

Wie schon zur 3G Einführung, und bei der Einführung des Nachfolgestandards 5G, konnten sich die Provider bestimmte Frequenzen (so genannte Bänder) für den Betrieb von LTE sichern.

Hierbei wird bei 4G und 5G zwischen Bändern mit geringer Reichweite und hohem Datendurchsatz und Bändern mit großer Reichweite und geringerem Datendurchsatz unterschieden. Wichtig zu erwähnen ist, dass der 5G Standard auf dem 4G Standard aufbaut. Es ist daher möglich weite Teile der Infrastruktur inkl. Der Basisstationen (oder auch Handymasten) gemeinsam zu verwenden.

Auch die Abschaltung von 3G in vielen Ländern gibt den Providern neue Frequenzen und die Möglichkeit die Basisstationen der 3G Technologie auf 4G bzw. 5G umzurüsten. Wichtig hierbei ist, dass 4G und 5G Basisstationen über eine bandbreitenstarke Anbindung an das Kernnetz des Providers verfügen müssen.

Insbesondere 5G Basisstationen müssen mit sehr leistungsfähigen Netzwerkanbindungen ausgerüstet werden um alle Teilnehmer, die sich an der Basisstation anmelden mit der Bandbreite auszustatten, die der Provider vertraglich zugesichert hat.

Genau an diesem Punkt stockt der Ausbau der 5G Netzwerke vieler Provider in den meisten Ländern. Viele 5G Basisstationen verfügen noch nicht über die entsprechende Infrastrukturanbindung in das Kernnetz der Provider. So dass sich mit steigender Zahl der Nutzer, die sich in eine Basisstation einloggen, die Bandbreite für alle Nutzer kleiner wird. Technologien wie das „Dynamic Spectrum Sharing“ DSS verschärfen diesen Umstand. Mit dieser Technologie können 4G und 5G Standard an einer Basisstation betrieben werden. Die Infrastrukturanbindung an das Kernnetz wird somit aufgeteilt zwischen den 4G und 5G Nutzern an einer Basisstation aufgeteilt.

Da LTE nur einen Bruchteil der Geschwindigkeiten von 5G erreichen kann, sind solche Mischstationen häufig mit zu kleiner Bandbreite angebunden um 5G in vollem Umfang nutzen zu können.

Ob LTE oder 5G, unser Sales-Team berät Sie gerne, ob und in wie weit Sie 5G für ihre Bedürfnisse benötigen und wie Sie sich für die Zukunft am Besten aufstellen.

Datenservice vs. Datenservice: Wo sind die Unterschiede?

Der Datenservice ist bei der Zusammenstellung einer Internetanbindung auf Basis von LTE bzw. 5G von besonderer Bedeutung. Viele Anbieter am Markt bieten so genannte Flatrates an. Diese suggerieren dem Kunden unbegrenztes Datenvolumen. Aber Vorsicht, in vielen Fällen ist zwar das Datenvolumen unbegrenzt, die Provider behalten sich aber „Regulatorische Maßnahmen“ vor. Das bedeutet, der Provider reduziert die verfügbare Bandbreite oder sperrt bestimmte Anwendungen (z.B. SIP Telefonie, Videoplattformen), sobald eine bestimmte Menge an Daten verbraucht wurde.

Und auch wenn nach rechtlichen Vorgaben alle SIM Karten, die in Providernetz benutzen gleich behandelt werden sollen, gibt es entscheidende technische Unterschiede im Kernnetzwerk der Provider. Doch warum eigentlich „alle“ SIM Karten?

Jeder Provider (genauer ein Mobile Network Operator, kurz MNO) hat seine eigenen Karten von seinen direkten Kunden. Diese erhalten sämtliche Verbesserungen oder Neuerungen mit Priorität vor Kunden von Drittanbietern (so genannten Mobile Virtual Network Operator, MVNO), die sich in die Infrastruktur des Providers eingemietet haben.

Stellen Sie sich das Vorgehen der MNO vor, wie ein Dienstwagen-Flottenmanagement.

Premium Neuwagen gibt es für das eigene Management und Top-Management. Haben diese Fahrzeuge einen gewissen Kilometerstand erreicht werden sie in den Fahrzeug-Pool übergeben. Diese Gebrauchtfahrzeuge sind nicht zwangsläufig schlechter, aber das Neuste und Modernste bekommt man eben nur bei einem Neuwagen.

Sie können sich jetzt sicherlich vorstellen, dass die Kunden der MVNO nicht die neusten und schnellsten Server, Internetzugänge oder Peers (Direktverbindungen im Internet) bekommt, sondern in einem Poolfahrzeug sitzt. Dafür zahlt man bei einem MVNO weniger als bei einem MNO.

MVNO handeln mit jedem MNO, dessen Basisstationen und Kernnetzwerke sie nutzen wollen, ein so genanntes Roaming-Agreement aus.

CommBee ist weder ein MNO noch ein MVNO. Wir sind Vertriebspartner beider Providertypen und kennen den Markt und das Vorgehen beider Seiten genau. Daher achten wir darauf, unseren Kunden nur Datenservices anzubieten, die auch den Kundenanforderungen entsprechen.

Daher wundern Sie sich nicht, wenn wir etwas genauer fragen, was Sie im Internet treiben, wir wollen Ihnen einfach den passenden Service aus unserem Portfolio anbieten – Und versprochen, wir sind diskret!

Zurück zum Thema!

Wir hatten gerade den Begriff Roaming-Agreement ins Spiel gebracht. Was hat es damit auf sich?

In diesem Agreement ist geregelt, wieviel Bandbreite die Kunden des MVNO beim MNO bekommen, welche Priorität sie im Netzwerk bekommen und wie die Nutzung zwischen dem MVNO und MNO abgerechnet wird.

MNO verdienen mit Volumen-Paketen deutlich weniger Geld, als mit Karten, die nach Verbrauch abgerechnet werden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Volumen-Pakete (und zu denen gehören die Flatrates auch) mit niedrigerer Priorität behandelt werden als Karten, wo an jedem übertragenen Datenpaket verdient wird. Daher sind Pay-as-you-Go (PAYG) Karten, also Abrechnung nach Verbrauch, immer teurer als Flatrate Karten, aber auch deutlich performanter unterwegs – ob und wieviel performanter, dass zeigen wir Ihnen gerne im 1:1 Vergleich.

CommBee arbeitet ausschließlich mit MVNO, die sowohl PAYG als auch volumenbasierte Verträge anbieten. Denn MNO weisen Ressourcen in ihren Netzwerken auch nach Gesamtumsatz eines Partners zu.

Zusammengefasst, Roaming-Agreements gelten immer dann, wenn eine Karte nicht in ihrem Heimatnetzwerk unterwegs ist. Bei einem MVNO ist das quasi immer der Fall. Unsere MVNO Partner zeichnen sich dadurch aus, dass sie in jedem Land mindestens 2 meist jedoch 3 -4 Roaming Agreements mit MNO haben. Dadurch können Karten unserer Datenservices mit nahezu jedem Mobilfunkmast „reden“ und unsere Kunden erhalten einen flächendeckenden Service. Zu welcher Priorität und mit welchem Datenvolumen, dass entscheiden Sie individuell. Wir lassen Sie bei dieser Entscheidung aber nicht allein.